Augustkräuter

Kräutersammeln im August

Ich hab noch einmal, bevor die Kräfte sich in die Erde zurückziehen, den Kräutervorrat ergänzt.

Mit Beifuß, Honigklee, Rainfarn, später kam noch Rotklee, gelbes Labkraut, Schafgarbe, Ringelblume, Färberkamille, Gänsefingerkraut, Frauenmantel und Ringelblume dazu.

Ich liebe es die Kräuter mit Muse zu sammeln, mit den Pflanzenwesen  während den Sammelns,  in lautloser Zwiesprache zu sein und dann daraus herrliche Produkte für die Zeit zu machen, an denen sie nicht in der Natur zur Verfügung stehen.

Lässt es die Zeit zu, dann beschäftige ich mich vorher mit dem Platz, an denen die Kräuter wachsen, spreche mit den dort lebenden Naturwesen. Ich stelle mich vor, und informiere sie über mein Vorhaben und den Zweck. Bis heute habe ich klare Anweisung bekommen, welche Pflanze sie empfehlen und welche ich in Ruhe lassen soll.

Meist sieht man den Grund dafür, die Pflanze wurde schon abgeerntet, hat Mühe zu wachsen, ist nicht so weit und manchmal ist der Grund nicht so schnell ersichtlich.

Ich halte mich daran, schon aus Respekt.

Die Pflanzen selber informiere ich natürlich auch und bitte sie um ihre Heilkräfte. Ich warte bis sie mir das Ok geben und nehme diese Teile die sie mir signalisieren.

Manchmal bekomme ich, wie diesesmal vom Rainfarn, eine Sonderbehandlung für mich. Ich hatte eine verspannte Stelle am Schulterblatt, die sich danach warm und durchblutet anfühlte.

Der Dank, eine kleine Gabe und wenn es ein Spruch mit dem Gefühl der Dankbarkeit gesprochen wird, gehört selbstverständlich dazu.

Nicht immer habe ich die Zeit,es so ausführlich zu machen,  aber in Gedanken, Bitte und Danke zu sagen und auch auf die Erlaubnis zu warten, gehört für mich immer dazu und nimmt nicht unbedingt mehr Zeit in Anspruch. Es ist für mich die Frage der Haltung und des Respekts gegenüber der uns umgebenden Welt. Ich bin Teil davon und bin in das System eingebunden. 

Meine Erfahrung ist, dass man auch in der Pflanzenwelt,  mit einer respektvollen Haltung, wesendlich mehr Vorteile hat, als wenn man die Pflanzen nur als Gebrauchsmaterial sieht.

Man sorgt automatisch dafür, dass genügend Pflanzen stehen bleiben damit ihr Fortbestand gesichert bleibt. Man schätzt ab, welche Menge man wirklich braucht.

Man versucht sich so zu verhalten dass andere Pflanzen nicht zu Schaden kommen und vermeidet unnötige Eingriffe in das fein abgestimmte System. Es ist selbstverständlich, dass man so wenig wie möglich Spuren hinterlässt.

Dieses Verhalten, dient der Natur, mir und schlussendlich, denen die nach mir kommen - unseren Kindern und Kindeskinder.

Durch die Fähigkeit wieder hinzuhören, werde ich auch gewarnt, beispielsweise, keine Pflanzenteile von eine Pflanze zu nehmen, die auf einen schadstoffbelasteten Platz steht, und die Schadstoffe grad verarbeite.Ich hätte das durch oberflächliches Schauen nicht erkannt  aber nach der Warnung wurde ich auf winzige Hinweise von punktueller Schadstoffbelastung aufmerksam.

Desswegen lohnt sich eine Veränderung der Haltung allemal. Für die Welt, für uns, für dich und mich.



Kommentar schreiben

Kommentare: 0